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haus der kulturen der welt | berlin

Im Volksmund erhielt die ehemalige Kongresshalle schnell den Spitznamen „Schwangere Auster“.

Die Berliner Kongresshalle wurde 1956-57 als Beitrag der USA zur internationalen Bauausstellung Interbau errichtet, gilt als eine Westberliner Ikonen der Nachkriegsmoderne und wurde bereits kurz nach Fertigstellung unter Denkmalschutz gestellt.

Der amerikanische Architekt Hugh A. Stubbins entwarf einen markanten Bau mit einer ungewöhnlich geschwungenen Dachkonstruktion: Stubbins plante ein an zwei Stahlbetonbögen aufgespanntes Hängedach, das sich über dem 90 auf 90 Meter großen Flachbau erhebt und am Boden nur an zwei Fußpunkten befestigt werden sollte.
Realisiert jedoch wurde es, auf Anordnung deutscher Behörden, mit einer komplizierten Hilfskonstruktion. Nicht ohne Folgen: 1980 stürzte das Dach ein, wobei ein Mensch starb und mehrere verletzt wurden. Nach dem Wiederaufbau, der nun die grundlegenden Gedanken Stubbins verwirklichte, erhielt das Gebäude eine neue Nutzung und einen neuen Namen:

Das Haus der Kulturen der Welt – 2007 von GAP Gesellschaft für Architektur und Projektmanagement renoviert und umgebaut – ist heute ein Ort für die internationalen zeitgenössischen Künste und ein Forum für aktuelle Entwicklungen und Diskurse. In der Hauptstadt Berlin präsentiert es künstlerische Produktionen aus aller Welt unter besonderer Berücksichtigung nichteuropäischer Kulturen und Gesellschaften. Bildende Kunst, Musik, Literatur, darstellende Künste, Film, wissenschaftliche Diskurse und digitale Medien werden zu einem in Europa einzigartigen interdisziplinären Programm verknüpft.

Das gewölbte Dach überspannt das Auditorium, das Sitzplätze für rund 1000 Teilnehmer bietet. Unterhalb des schräg abfallenden Auditoriums ist ein hoher Raum für das Foyer, in das ein umlaufendes Fensterband Tageslicht hereinlässt. Der frühere Haupteingang zum Foyer führte über die Dachterrasse, die 92 m × 96 m Fläche umfasst. Das Außendach hat eine maximale Spannweite von 61 m Luftlinie und einen Scheitelradius von 77,3 m zwischen den Tiefpunkten; die beiden Spannbetonbögen erstrecken sich über einen Radius von jeweils 110 m Länge. Unterhalb der Dachterrasse liegen noch einmal zwei Geschossebenen, dort befinden sich weitere Funktionsbereiche wie eine Ausstellungshalle mit rund 1000 m², Konferenzräume, Theatersaal, Restaurant, Buchladen.

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